Affektregulation

Die Fähigkeit, starke Gefühle wahrzunehmen, einzuordnen und zu steuern.

Analoge Bindung

Analoge Bindung beschreibt die direkte, persönliche Beziehung zwischen Fachkraft und Klient. Sie entsteht durch Verlässlichkeit, Präsenz und wiederholte reale Erfahrung.

In Artikeln: Psychotherapie zwischen digital und analog

Autistisches Spektrum

Ein breites Spektrum von Entwicklungsbesonderheiten, vor allem in sozialer Kommunikation, Wahrnehmung und Reizverarbeitung.

In Artikeln: Mentalisieren bei Autismus: Praxis in Therapie

Außenbetreutes Wohnen

Eine Wohnform mit weniger enger Begleitung, die Jugendliche auf mehr Selbstständigkeit vorbereitet.

Beschwerdemanagement

Ein geregelter Weg, über Belastungen, Konflikte oder Grenzverletzungen zu sprechen und Hilfe zu bekommen. Kinder müssen wissen, an wen sie sich wenden können und was dann passiert.

In Artikeln: Transsexualität in der Jugendhilfe: Praxisblick, Kinderschutz im Internet: Was Eltern tun können, Mobbing in der Schule - erkennen und sich gemeinsam dagegen wehren, Partizipation Jugendhilfe: Beteiligung, die trägt

Bindungsstörung

Eine Störung der Beziehungsentwicklung, bei der ein Kind verlässliche Nähe, Schutz und Resonanz nicht ausreichend aufbauen konnte.

Clearingverfahren

Phase der Klärung, in der Bedarf, Belastungen und passende Hilfeformen geprüft werden. Bei unbegleiteten Minderjährigen dient es der fachlichen Einordnung und Planung weiterer Schritte.

In Artikeln: Digitale Medien und psychische Entwicklung, Flüchtlingskinder: Trauma und Folgen, Schulverweigerung - Ursachen verstehen und passende Wege für Unterstützung finden, Schule, Freizeit, Vereine

Cyber-Grooming

Gezielte Anbahnung von Kontakt zu Kindern oder Jugendlichen über digitale Medien mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen und sexuelle Übergriffe vorzubereiten. Die Manipulation läuft oft schrittweise und bleibt anfangs schwer erkennbar.

In Artikeln: Kinderschutz im Internet: Was Eltern tun können

Cybermobbing

Cybermobbing ist Mobbing über digitale Medien wie Chats, soziale Netzwerke oder Messenger. Inhalte verbreiten sich schnell und bleiben oft lange sichtbar.

In Artikeln: Mobbing in der Schule - erkennen und sich gemeinsam dagegen wehren

Digitale Identität

Die Art, wie sich ein junger Mensch online zeigt und wahrgenommen wird. Dazu gehören Profile, Bilder, Nachrichten und die Rolle, die er in digitalen Räumen einnimmt.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten

Digitale Vernetzung

Digitale Vernetzung meint den Austausch über technische Wege wie Telefon, Video, E-Mail oder Online-Dienste. Sie erleichtert Abstimmung und Kontakt, ersetzt aber keine persönliche Beziehung.

In Artikeln: Psychotherapie zwischen digital und analog

Elternarbeit

Geplante Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Eltern, um Entwicklung, Schutz und Perspektiven des Kindes zu sichern.

Erziehungspartnerschaft

Fachlich geordnete Kooperation zwischen Jugendhilfe und Eltern mit klaren Rollen, Zielen und Grenzen.

Fachdienst

Fachkräfte mit psychologischer oder therapeutischer Qualifikation, die pädagogische Arbeit fachlich begleiten.

Frühe Hilfen

Frühe Hilfen sind Unterstützungsangebote für Familien ab der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes. Sie setzen früh an, bevor Belastungen sich verfestigen.

Geschwisterbeziehung

Die Beziehung zwischen Brüdern und Schwestern. Sie umfasst Nähe, Konkurrenz, Loyalität und Abgrenzung und prägt die Entwicklung oft über viele Jahre.

In Artikeln: Geschwisterbeziehungen in der Jugendhilfe

Heilpädagogisch-therapeutische Gruppe

Eine Gruppe mit enger Betreuung und therapeutischer Begleitung für Kinder und Jugendliche mit hohem Förder- und Unterstützungsbedarf.

In Artikeln: Stationäre Jugendhilfe: Kinderheim richtig einordnen

Heilpädagogische Förderung

Gezielte Unterstützung bei Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten. Sie orientiert sich an den Fähigkeiten des einzelnen Kindes und verbindet Förderung mit Alltagserleben.

In Artikeln: Ein Tag bei kids24 in Kempten

Hilfe zur Erziehung

Leistungen nach dem SGB VIII, die Familien und junge Menschen unterstützen, wenn Erziehung, Entwicklung oder Schutz im Alltag nicht mehr ausreichend gesichert sind.

In Artikeln: Warum stationäre Jugendhilfe? - Ein ehrlicher Blick auf eine oft missverstandene Hilfeform

Hilfeplanung

Die fachliche Planung von Zielen, Schritten und Zuständigkeiten in der Jugendhilfe. Sie wird regelmäßig überprüft und an die Entwicklung des jungen Menschen angepasst.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten, Stationäre Jugendhilfe: Kinderheim richtig einordnen, Mutter-Kind-Wohnen in Kempten | kids24, Schule, Freizeit, Vereine, Vom Kinderheim ins eigene Leben: Wie wir Jugendliche auf den Start in die Selbstständigkeit vorbereiten, Verselbstständigung in der Jugendhilfe

Hilfeplanverfahren

Im Hilfeplanverfahren werden Ziele, Maßnahmen und Zuständigkeiten gemeinsam mit Jugendamt, Einrichtung und weiteren Beteiligten festgelegt. Es wird regelmäßig überprüft und angepasst.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe: Glossar, Mobbing in der Schule - erkennen und sich gemeinsam dagegen wehren

Identitätsentwicklung

Der Prozess, in dem ein junger Mensch ein Bild von sich selbst entwickelt. In der Jugend ist dieser Prozess besonders offen, aber auch störanfällig.

In Artikeln: Transsexualität in der Jugendhilfe: Praxisblick

Impulskontrolle

Die Fähigkeit, spontane Reaktionen zu bremsen und Verhalten zu steuern.

Innenbetreutes Wohnen

Eine Wohnform mit mehr Eigenverantwortung als in einer intensiveren Gruppe. Jugendliche üben dort selbstständiges Handeln, bleiben aber pädagogisch angebunden.

In Artikeln: Stationäre Jugendhilfe: Kinderheim richtig einordnen, Vom Kinderheim ins eigene Leben: Wie wir Jugendliche auf den Start in die Selbstständigkeit vorbereiten, Verselbstständigung in der Jugendhilfe

Inobhutnahme

Vorläufige Schutzmaßnahme für Kinder und Jugendliche in einer akuten Krisenlage. Sie dient der sofortigen Sicherung des Kindeswohls.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe: Glossar

Jugendhilfe

Hilfesystem für Kinder, Jugendliche und Familien, das Schutz, Förderung und Erziehung unterstützt. In stationären und teilstationären Angeboten kann es Alltag, Therapie und Bildung eng verbinden.

In Artikeln: Schulverweigerung - Ursachen verstehen und passende Wege für Unterstützung finden, Mentalisieren bei Autismus: Praxis in Therapie

Kindesentwicklung

Der Begriff beschreibt die körperliche, emotionale, soziale und geistige Entwicklung eines Kindes über die Zeit. Sie hängt stark von Beziehung, Sicherheit und Alltagserfahrungen ab.

In Artikeln: Kindesentwicklung: Grundbedürfnisse und Leistungsdruck

Kindeswohlgefährdung

Eine Situation, in der das körperliche, seelische oder geistige Wohl eines Kindes ernsthaft bedroht ist. Dann greift der Schutzauftrag.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe: Glossar

KoKi-Netzwerk

KoKi steht in Bayern für die Koordinierenden Kinderschutzstellen. Sie vernetzen Fachstellen und helfen, Familien früh an passende Angebote anzubinden.

Medienkompetenz

Die Fähigkeit, digitale Medien sicher, kritisch und sinnvoll zu nutzen. Dazu gehört, Risiken zu erkennen, Inhalte einzuordnen und persönliche Daten zu schützen.

In Artikeln: Kinderschutz im Internet: Was Eltern tun können

Mentalisieren

Die Fähigkeit, eigenes und fremdes Verhalten über innere Zustände wie Gedanken, Gefühle und Absichten zu verstehen.

In Artikeln: Mentalisieren bei Autismus: Praxis in Therapie

Mobbing

Mobbing ist wiederholte psychische oder körperliche Gewalt gegen eine Person über einen längeren Zeitraum. Typisch sind ein Machtgefälle, Ausgrenzung und eine deutliche Belastung für das betroffene Kind.

In Artikeln: Mobbing in der Schule - erkennen und sich gemeinsam dagegen wehren

Mutter-Kind-Gruppe

Ein Angebot für junge Mütter oder Väter mit Kindern, das Versorgung, Erziehung und Verselbständigung gemeinsam betrachtet.

In Artikeln: Stationäre Jugendhilfe: Kinderheim richtig einordnen, Verselbstständigung in der Jugendhilfe

Mutter-Kind-Wohnen

Ein stationäres Jugendhilfeangebot, in dem Mutter und Kind gemeinsam leben und im Alltag pädagogisch begleitet werden. Ziel ist Stabilisierung, Versorgung und Entwicklung von Erziehungskompetenz.

In Artikeln: Mutter-Kind-Wohnen in Kempten | kids24

Nachbetreuung

Unterstützung nach dem Auszug aus der Einrichtung. Sie hilft, den Übergang in Schule, Ausbildung oder eigene Wohnung stabil zu halten.

In Artikeln: Vom Kinderheim ins eigene Leben: Wie wir Jugendliche auf den Start in die Selbstständigkeit vorbereiten, Verselbstständigung in der Jugendhilfe

Optimierungszwang

Damit ist der Druck gemeint, ständig besser, schneller oder erfolgreicher sein zu müssen. Bei Kindern kann das zu Stress, Rückzug oder Verweigerung führen.

In Artikeln: Kindesentwicklung: Grundbedürfnisse und Leistungsdruck

Parentifizierung

Ein Zustand, in dem ein Kind Aufgaben oder Verantwortung übernimmt, die eigentlich bei den Eltern liegen. Das kann zu Überforderung und innerer Anspannung führen.

In Artikeln: Geschwisterbeziehungen in der Jugendhilfe

Partizipationskonzept

Ein Konzept, das Mitbestimmung, Beschwerdemöglichkeiten und die Wahrnehmung von Rechten im Alltag sichert.

In Artikeln: Flüchtlingskinder: Trauma und Folgen

perinatales Trauma

Ein perinatales Trauma entsteht im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder der Zeit direkt danach. Es kann die Bindung und die frühe Entwicklung des Kindes beeinflussen.

Psychotherapie

Psychotherapie ist die fachliche Behandlung seelischer Belastungen, Störungen und Krisen durch Gespräche, Beziehung und methodisch geplante Interventionen.

In Artikeln: Psychotherapie zwischen digital und analog

Psychotherapie Autismus

Therapeutische Arbeit mit Menschen im autistischen Spektrum, angepasst an ihre Wahrnehmung, Sprache und Belastbarkeit.

In Artikeln: Mentalisieren bei Autismus: Praxis in Therapie

Schulabsentismus

Oberbegriff für wiederholtes oder längeres Fernbleiben vom Unterricht. Dazu gehören offene Verweigerung, häufige Fehlzeiten und auch passive Formen der Teilnahme ohne echte Beteiligung.

In Artikeln: Schulverweigerung - Ursachen verstehen und passende Wege für Unterstützung finden

Schulverweigerung

Verhalten, bei dem ein Kind oder Jugendlicher Schule meidet oder den Unterricht aktiv ablehnt. Dahinter stehen oft Angst, Überforderung oder Konflikte.

In Artikeln: Schulverweigerung - Ursachen verstehen und passende Wege für Unterstützung finden

Schutzkonzept

Ein Schutzkonzept legt fest, wie Kinder und Jugendliche vor Grenzverletzungen, Gewalt und Übergriffen geschützt werden. Es enthält Regeln, Zuständigkeiten und Verfahren für den Ernstfall.

In Artikeln: Digitale Medien und psychische Entwicklung, Kinderschutz im Internet: Was Eltern tun können, Mobbing in der Schule - erkennen und sich gemeinsam dagegen wehren

Selbstregulation

Die Fähigkeit, Gefühle, Impulse und Stressreaktionen zu steuern und sich innerlich zu beruhigen.

Selbstwirksamkeit

Das Erleben, mit dem eigenen Handeln etwas bewirken zu können. In der Jugendhilfe ist das ein wichtiger Schutzfaktor für Entwicklung und Stabilisierung.

In Artikeln: Partizipation Jugendhilfe: Beteiligung, die trägt

stationäre Jugendhilfe

Eine Hilfeform der Kinder- und Jugendhilfe, bei der Kinder, Jugendliche oder junge Volljährige in einer Einrichtung leben und dort im Alltag begleitet, geschützt und gefördert werden.

In Artikeln: Transsexualität in der Jugendhilfe: Praxisblick, Psychotherapie zwischen digital und analog, Stationäre Jugendhilfe: Kinderheim richtig einordnen, Warum stationäre Jugendhilfe? - Ein ehrlicher Blick auf eine oft missverstandene Hilfeform

Strukturelle Störung

Ein tiefgreifendes Muster von Beeinträchtigungen in Selbstregulation, Beziehung und innerer Organisation, meist nach frühen und anhaltenden Belastungen.

Transsexualität

Bezeichnet eine Geschlechtsidentität, die nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. In der Fachpraxis geht es um Anerkennung, Schutz und passende Begleitung.

In Artikeln: Transsexualität in der Jugendhilfe: Praxisblick

Unbegleitete Minderjährige

Kinder und Jugendliche, die ohne sorgeberechtigte Bezugsperson in Deutschland ankommen und besonderen Schutz- und Hilfebedarf haben.

In Artikeln: Flüchtlingskinder: Trauma und Folgen

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