Stationäre Jugendhilfe – Wohngruppen nach § 34 SGB VIII
Stationäre Jugendhilfe heißt: Leben in einer Wohngruppe statt zu Hause – mit Fachbegleitung.
Stationäre Jugendhilfe bedeutet: Ein Kind oder ein Jugendlicher lebt – vorübergehend oder längerfristig – in einer Wohngruppe statt zu Hause. kids24 erklärt hier, was dahintersteckt, für wen sie geeignet ist und wie die Aufnahme abläuft.
Was ist stationäre Jugendhilfe?
Die stationäre Jugendhilfe ist eine Hilfe zur Erziehung nach dem SGB VIII. Sie kommt zum Einsatz, wenn ambulante Unterstützung (z. B. Familienhilfe) nicht ausreicht und ein Kind einen geschützten Lebensort außerhalb der Familie braucht. Die rechtliche Grundlage ist meist § 34 SGB VIII (Heimerziehung / sonstige betreute Wohnform).
„Stationär" heißt: Das Kind wohnt in der Einrichtung und wird dort rund um die Uhr betreut. Das unterscheidet sie von ambulanten und teilstationären Hilfen.
Ambulant, teilstationär, stationär
Ambulant
Unterstützung in der Familie, das Kind bleibt zu Hause – z. B. sozialpädagogische Familienhilfe oder Erziehungsbeistand.
Teilstationär
Das Kind verbringt einen Teil des Tages in der Einrichtung (z. B. Tagesgruppe) und lebt weiter zu Hause.
Stationär
Das Kind lebt in der Wohngruppe und wird dort durchgehend betreut – der Schwerpunkt von kids24.
So läuft eine Aufnahme
Bedarf klären
Familie und Jugendamt stellen gemeinsam fest, dass eine stationäre Hilfe sinnvoll ist.
Anfrage & Prüfung
Das Jugendamt fragt einen Platz an, wir prüfen, ob Profil und freier Platz zusammenpassen.
Hilfeplan
Im Hilfeplangespräch werden Ziele, Dauer und Zusammenarbeit verbindlich festgelegt.
Aufnahme & Begleitung
Das Kind zieht ein, wird eingewöhnt und kontinuierlich begleitet – mit regelmäßiger Überprüfung der Ziele.