Innenbetreutes Wohnen in Kempten
Innenbetreutes Wohnen bei kids24 ist eine stationäre Regelgruppe nach § 34 SGB VIII in Kempten: Jugendliche von etwa 15 bis 21 Jahren leben in einer kleinen Wohngruppe mit höchstens 8 Plätzen, Fachkräfte sind rund um die Uhr im Haus.
Jugendliche leben hier in der Einrichtung, bekommen verlässliche pädagogische Begleitung und haben einen Alltag mit festen Abläufen. Das schafft Orientierung und gibt Raum für Entwicklung.
Was innenbetreutes Wohnen bedeutet
Beim innenbetreuten Wohnen leben Jugendliche in der Wohngruppe der Einrichtung und werden rund um die Uhr von pädagogischen Fachkräften begleitet. Das ist die klassische Form der stationären Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII - klar strukturiert, verlässlich und auf längere Entwicklung angelegt.
Tagesstruktur
Feste Aufstehzeiten, gemeinsame Mahlzeiten, Hausaufgabenzeiten und Freizeitangebote geben Orientierung und stärken alltagspraktische Fähigkeiten.
Gruppe & Gemeinschaft
Das Zusammenleben in der Gruppe gehört hier dazu. Jugendliche lernen Rücksichtnahme, Konfliktlösung und gemeinsames Wirtschaften im Alltag.
Individuelle Hilfeplanung
Jeder Jugendliche hat einen eigenen Hilfeplan. Ziele, Maßnahmen und Fortschritte werden regelmäßig gemeinsam mit dem Jugendamt überprüft und angepasst.
Wer wird aufgenommen - und wie betreuen wir?
Zielgruppe
Die stationäre Regelgruppe eignet sich für Jugendliche zwischen etwa 15 und 21 Jahren, bei denen:
- ein Verbleib in der Herkunftsfamilie nicht möglich oder kindeswohlgefährdend ist
- ambulante Hilfen nicht ausreichen
- eine klare Tagesstruktur und soziales Lernen in der Gruppe nötig sind
- kein spezifischer therapeutischer Intensivbedarf vorliegt
Betreuungsschlüssel & Team
Unsere Gruppen sind bewusst klein gehalten. Das Betreuungsteam setzt sich zusammen aus:
- Sozialpädagogen und Erziehern mit staatlicher Anerkennung
- einer festen Bezugsperson je Jugendlichen
- Nachtbereitschaft und Rufbereitschaft
- regelmäßiger Teamsupervision
Der konkrete Stellenschlüssel wird im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit dem Jugendamt festgelegt.
Schule, Freizeit und Familienarbeit
Schulische Förderung
Wir arbeiten eng mit Schulen zusammen, begleiten Übergänge und unterstützen bei Hausaufgaben - damit Lücken geschlossen und Schulabschlüsse erreicht werden können.
Freizeitgestaltung
Gruppenaktivitäten, Sport, kreative Angebote und die Anbindung an Vereine stärken soziale Kompetenzen und fördern ein positives Selbstbild.
Eltern- & Familienarbeit
Wo es sinnvoll und möglich ist, beziehen wir die Herkunftsfamilie aktiv in den Hilfeprozess ein - für eine tragfähige Perspektive nach der Maßnahme.
Innenbetreut, außenbetreut oder therapeutisch?
Die Begriffe klingen ähnlich, beschreiben aber unterschiedlich enge Rahmen. Oft sind sie Stationen auf demselben Weg.
Innenbetreutes Wohnen
Leben in der Wohngruppe, Fachkräfte rund um die Uhr im Haus. Für Jugendliche, die Struktur, Gemeinschaft und verlässliche Begleitung brauchen.
Außenbetreutes Wohnen
Eigene Wohnung, Fachkräfte kommen zu vereinbarten Terminen. Der nächste Schritt, wenn vieles schon allein klappt: Betreutes Wohnen.
Therapeutische Wohngruppe
Kleinerer, intensiverer Rahmen mit höherem Schlüssel und fest eingebundener Therapie, für Kinder und Jugendliche mit Trauma- oder Bindungsbelastung: Therapeutische Wohngruppe.
Vorbereitung auf das eigene Leben
Viele Jugendliche im innenbetreuten Wohnen sind auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Deshalb üben wir schon in der Gruppe, was später allein klappen muss: einkaufen und kochen, mit Taschengeld haushalten, Termine selbst wahrnehmen, Briefe von Ämtern verstehen und Bus und Bahn nutzen. Wer so weit ist, kann ins betreute Wohnen wechseln, oft ohne Wechsel der Bezugspersonen. Mit 18 endet die Hilfe nicht automatisch: Hilfen für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII sind möglich.
Innenbetreutes Wohnen: häufige Fragen
Aufnahme aus anderen Bundesländern und aus Österreich
Ins innenbetreute Wohnen nehmen wir Jugendliche aus ganz Deutschland und aus Österreich auf, auch unbegleitete Minderjährige. Schule oder Ausbildung in Kempten klären wir vor dem Einzug mit, damit der Wechsel möglichst ohne lange Lücke gelingt.
Hilfeplangespräche finden in der Regel bei uns statt, Heimfahrten planen wir mit Ihnen und der Familie. Wird ein Jugendlicher volljährig, kann die Hilfe nach § 41 SGB VIII weiterlaufen. Den Ablauf von der Anfrage bis zur Kostenzusage beschreiben wir bei der Platzanfrage.